D-A-CH
deutsch sprechender
Gruppen für Gewaltfreie
Kommunikation e. V.


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Fragen zum Verein

  1. Was ist D-A-CH e.V. und wie arbeitet der Verein?
    D-A-CH e.V. ist ein eingetragener Verein und trägt den Namen D-A-CH deutsch sprechender Gruppen für Gewaltfreie Kommunikation.
    D-A-CH ist ausgerichtet auf die Vision und den Zweck des internationalen Netzwerks der Gewaltfreien Kommunikation. Daher hat D-A-CH eine übereinstimmende Vision mit dem Center for Nonviolent Communication (CNVC).
    Der Verein ist angelehnt an die Soziokratische Kreisorganisationsmethode strukturiert und arbeitet nach den folgenden zugrundeliegenden Prinzipien:
    1. Das Konsentprinzip.
    2. Organisation findet in Kreisen statt. Die Struktur der Organisation besteht aus selbständigen Gruppen (Kreisen), die jeweils eigene Ziele (Vision und Zweck) haben, die mit den Zielen des D-A-CH übereinstimmen. Die Gruppen arbeiten auf lokaler und/oder thematischer Ebene.
    3. Das Prinzip der doppelten Verknüpfung, d. h., die Gruppen sind untereinander durch Delegierte verbunden.
    4. Das Prinzip der soziokratischen Wahl von Personen.

  2. Wie ist die Struktur der Organisation aufgebaut?
    Die Struktur der Organisation besteht aus selbständigen Gruppen (Kreisen), die jeweils eigene Ziele (Vision und Zweck) haben, die mit den Zielen von D-A-CH übereinstimmen. Die Gruppen arbeiten auf lokaler und/oder thematischer Ebene.
    Die Organisation von D-A-CH ist auf folgende Weise hierarchisch in doppelt verknüpften Kreisen organisiert. Erklärt von oben nach unten:
    1. Der Vorstandskreis (bis zu 10 Personen, die für 1 Jahr gewählt werden)
    2. Der Kreis der Delegiertenversammlung (DV)
    3. Regionale Kreise und Themenkreise = Gruppen
    4. Lokale Kreise = lokale Gruppen
    5. Hilfskreise = Gruppen, die sich für ein bestimmtes Projekt zusammenfinden

  3. Was macht der Vorstand?
    Der Vorstand richtet Strukturen ein, die D-A-CH geschäftsfähig machen, z. B. Eintragung beim Registergericht. Der Vorstand vertritt den Verein nach außen. Bis zur ersten Delegiertenversammlung (Herbst 2008) beschränkten sich finanzielle Ausgaben auf solche Aufwendungen, die für die Errichtung von Strukturen notwendig waren. Der Vorstand wird jährlich von der Delegiertenversammlung nach Vorlage eines Jahresberichtes entlastet.
    Weitere Aufgaben des Vorstandes sind: Strukturen für den Informationsfluss zu bilden, Ideen zu bündeln, Projekte anzuregen und in der Durchführung zu unterstützen, die Gründung von lokalen und projektbezogenen Kreisen zu unterstützen und die Umsetzung der Ziele voranzubringen. Dazu gehört auch die Unterstützung bei der Einführung der soziokratischen Entscheidungsfindung. Der Vorstand wählt Delegierte für internationale Gremien der Gewaltfreien Kommunikation. Der Vorstand ist das oberste beschlussfassende Organ.

  4. Wer entscheidet was in D-A-CH?
    Die Organisation besteht aus Kreisen, die sich selbst organisieren. Deren Mitglieder sind durch ihren gemeinsamen Arbeitsbereich miteinander verbunden. Jeder Kreis hat sein eigenes Ziel, die Autorität und die Verantwortung, seine eigenen Aktivitäten auszuführen, zu messen und zu leiten.
    Das bedeutet konkret:
    • Der Vorstandskreis entscheidet darüber, wen er in welchen Kreis delegiert, um die Verbindung mit dem anderen Kreis zu gewährleisten.
    • Der Vorstandskreis entscheidet, wie er die Aufgaben, die er gesetzlich erfüllen muss und die Aufgaben, die ihm die Mitgliederversammlung gibt und gegeben hat, ausführt.
    • Die Delegiertenversammlung entscheidet über alles, was die Mitglieder einbringen.
    • Hilfskreise erhalten Rahmenbedingungen vom Vorstandskreis bzw. von der Delegiertenversammlung, in deren Rahmen sie die gestellten Aufgaben erfüllen.
    Entscheidungen in der Delegiertenversammlung (DV)
    Die Delegiertenversammlung setzt sich zusammen aus den Delegierten der Mitgliedsorganisationen und wählt den Vorstand für zwei Jahre.
    Die DV legt die Ziele des Vereins fest. Die DV überprüft die Umsetzung der gemeinsamen Ziele und Projekte aus den unteren Kreisen, trifft sich mindestens zweimal im Jahr (Niederkaufungen und München) und führt mindestens zwei zusätzliche Telefonkonferenzen im Jahr durch.
    Darüber hinaus gehende Aufgaben können von der Delegiertenversammlung (DV) beschlossen werden. Anträge können von den Mitgliedern an die Delegierten der Kreise gerichtet werden.

  5. Wann ist eine Versammlung beschlussfähig?
    Es ist nicht nötig, dass alle Mitglieder anwesend sind, um eine Versammlung abzuhalten. Bevor eine Entscheidung ausgeführt werden kann, ist Konsent von den Anwesenden erforderlich. Jeder Kreis fasst einen eigenen Grundsatzbeschluss bezüglich der beschlussfähigen Anzahl der Mitglieder in der Versammlung.

  6. Kann nur ein Verein Mitglied werden?
    Nein, Mitglied werden kann auch ein Kreis, eine lokale oder regionale Gruppe von Menschen, die den Zielen und der Vision des Vereins zustimmt und kein rechtlich eingetragener Verein ist. Eine einzelne Person kann Fördermitglied werden und erhält Unterstützung beim Aufbau einer regionalen Gruppe, wenn dies gewünscht wird.

  7. Wie werde ich Mitglied?
    Die Mitgliedschaft wird erworben durch Beitrittserklärung, in der Vision und Zweck der eigenen Gruppe genannt sind. Weitere Bestimmungen sind in der Geschäftsordnung des Vorstands festgelegt.
    Zum Herunterladen: Aufnahmeantrag (PDF, 27 KB)

  8. Welche Vorteile hat eine Mitgliedschaft?
    Eine Mitgliedschaft in D-A-CH dient der Vernetzung und Unterstützung lokaler und regionaler Gruppen oder Einzelpersonen. Durch die Vereinsstruktur in D-A-CH können die Mitglieder die Vorteile der Gemeinnützigkeit genießen, ohne selbst einen Verein gründen zu müssen, z. B. können, wenn eine lokal organisierte Gruppe eine Veranstaltung organisiert (wie „Einführung der Gewaltfreien Kommunikation im Bildungswesen“), Buchhaltung, Anträge, Werbung, Spendenquittungen, Akquise mit Unterstützung von D-A-CH stattfinden.
    D-A-CH e.V. bietet die Möglichkeit der stärkeren Vernetzung und somit Synergieeffekte innerhalb der Gemeinschaft.
    Durch die Mitgliedschaft in D-A-CH können Projekte verwirklicht werden, die eine überregionale Präsenz erfordern (z. B. von der EU unterstützte Projekte).
    Die Mitgliedschaft in D-A-CH gewährleistet Informationsfluss in alle Richtungen, Einzelstimmen werden kanalisiert und bekommen Gewicht. Entscheidungen werden umgesetzt. Auf Entscheidungsgremien kann Einfluss genommen werden.
    Eine überregionale Organisation bedeutet auch Präsenz bei anderen Verbänden und Organisationen auf überregionaler, internationaler, weltweiter Ebene, die nicht mit der Gewaltfreien Kommunikation in Verbindung stehen.

  9. Kann ich auch als Einzelperson Mitglied werden?
    Zusätzlich zur ordentlichen/aktiven Mitgliedschaft von Gruppen/Kreisen gibt es für Einzelpersonen die Möglichkeit der Fördermitgliedschaft ohne Stimmrecht. Auch hier gilt als Voraussetzung der Einklang mit Vision und Zweck des Vereins. Der Sinn von D-A-CH ist die Förderung lokaler Gruppen, das heißt, eine Einzelperson wird auf Anfrage gerne unterstützt, eine lokale oder thematische Gruppe zu gründen.

  10. Wie hoch ist der Mitgliedsbeitrag?
    Jede Gruppe entscheidet selbst über die Höhe ihres Mitgliedsbeitrages. Der Richtwert beträgt 12 Euro pro Gruppenmitglied pro Jahr. Fördermitglieder zahlen einen selbst zu bestimmenden Förderbeitrag.

  11. Wofür wird der Mitgliedsbeitrag verwendet?
    Der Mitgliedsbeitrag fließt in die Deckung laufender Kosten für Netzauftritt, Büro und Ähnliches. Des weiteren gibt es reichlich Ideen, wie die regionalen Kreise auch finanziell bei ihren Zielen unterstützt werden können.

  12. Wie trete ich wieder aus?
    Die Beendigung der Mitgliedschaft durch Austritt ist jederzeit möglich und hat sofortige Wirkung. Ein einfacher schriftlicher Bescheid (per E-Mail ans Büro) genügt. Da wir gerne lernen und unsere Organisation immer weiter entwickeln möchten, würden wir uns über eine entsprechende Rückmeldung oder eine Begründung für den Austritt freuen.

  13. Was bedeutet Soziokratie?
    Soziokratie oder die soziokratische Kreisorganisationsmethode ist eine Methode der Entscheidungsfindung, die eine dynamische Organisation und eine dynamische Führung schafft. Organisation und Führung/Leitung basieren auf dem Prinzip von Gleichwertigkeit und Erkenntnissen über das Steuern dynamischer Prozesse. Sie finden praktische Anwendung im Konsentprinzip. Durch die Gewährleistung der Gleichwertigkeit aller Individuen fördert die Soziokratie eine effektive Führung/Leitung und fördert deren Akzeptanz unter den Mitgliedern. Gleichzeitig hilft sie uns, die zwischenmenschlichen Beziehungen intakt zu halten.

  14. Warum arbeitet D-A-CH nach dem soziokratischen Modell?
    Soziokratie ist ein Führungs- und Organisationsmodell, das uns hilft, unsere individuelle Lebensqualität, die Qualität unserer Arbeitswelt, unserer Lebensgemeinschaften und der Gesellschaft zu verbessern. Derzeit erscheint uns dieses Modell als der beste Weg, eine lebendige Organisation im Einklang mit dem Modell der Gewaltfreien Kommunikation zu gestalten. Wir sehen die Soziokratie als eine Ergänzung zu dieser Methode an, um gesellschaftliche Strukturen zu bilden. Wir möchten in allen Sitzungen und Zusammenkünften innerhalb der Soziokratie die Gewaltfreie Kommunikation anwenden.

  15. Wie ist D-A-CH weltweit vernetzt?
    Der Vorstand wählt eine Repräsentantin oder einen Represäntanten für den EAC (Europe Africa Circle). Den Anfang im Jahr 2008 hat Irmtraud Kauschat gemacht, indem sie als Delegierte des EAC in den GCC (Global Community Circle) gewählt wurde. So bestand eine Verbindung von D-A-CH über den EAC in den GCC und zum CNVC. Für das Jahr 2009 trat Nadine Helm als Delegierte für D-A-CH im EAC an.
    Zur Vorgeschichte: Der Vorstand
    hatte im März 2008 (als der damalige Delegierte aus Zeitgründen aufgehört hatte) beschlossen, keinen Vertreter direkt in den GCC zu schicken, weil die Vorstandsmitglieder eine Verbindung in Europa damals für wichtiger hielten.
    Zum Herunterladen: Struktur der weltweiten Organisation (EAC) (PDF, 180 KB)
    Netzauftritt: EAC bei Google Groups
    Der EAC hat ein Mediationsteam benannt, das anbietet, in internen Konflikten oder in Konflikten mit GfK-Trainerinnern oder -Trainern zu mediieren. Die Mitglieder und ihre E-Mail-Adressen sind: Bjarte , Gitte und Irmtraud .

  16. Hat D-A-CH e. V. einen Alleinvertretungsanspruch?
    Der Verein vertritt seine Mitgliedsgruppen und deren Mitglieder.
    Gleichzeitig fühlen wir uns über das gemeinsame Bemühen, die Gewaltfreie Kommunikation unter die Menschen zu bringen, anderen Gruppen und Organisationen der Gewaltfreien Kommunikation verbunden.
    Das heißt, wir setzen uns für einen Verband ein, der die Interessen aller deutschsprachigen Engagierten vertreten kann, so dass sich nicht jede einzelne lokale Gruppierung oder jedes einzelne Netzwerk alleine mit denselben Themen auseinandersetzen muss (Projektgelder des CNVC oder der EU beantragen, Initiierung der Meinungsbildung, Presse- und PR-Aufgaben zur Verbreitung der Gewaltfreien Kommunikation). Darüber hinaus wollen wir eine Plattform bieten für Erfahrungsaustausch und Informationsleistungen (Rundschreiben, Netzauftritt etc.), wollen Anlaufstelle sein für Beratung und Fortbildung unserer Mitglieder und übernehmen Organisationsaufgaben (Tagungen, Mitgliederversammlungen usw.) und Koordinationsleistungen (Ethik, Mediation etc.).
    Unsere Ziele dabei sind, Synergien zu schaffen und mehr Gewicht für unser aller Projekte und Anliegen auf internationaler Ebene durch das Zusammenlaufen der Interessen der Mitgliedsgruppen in einem Verband sowie Informationsfluss zu gewährleisten.
    Es ist uns dabei bewusst, dass unser Handeln als übergeordnete Organisation auch die Interessen von Gruppen berühren kann, die nicht Mitglied von D-A-CH sind.
    Aus unserer Verbundenheit heraus wollen wir für größtmögliche Transparenz dessen sorgen, was unsere Organisation tut und entscheidet. Wir binden deshalb alle in den Informationsfluss ein, die deshalb eingebunden werden wollen (auch Nichtmitglieder), weil sie die gleichen Ziele verfolgen und die Unterstützung als hilfreich empfinden. Um diese Einbindung und Mitwirkung aller Interessierten möglich zu machen, verschicken wir alle Informationen, Protokolle, Anfragen des CNVC, GCC u.ä. an verschiedenen Mailinglisten.
    Wir freuen uns über jeden, der in unseren Verteiler aufgenommen werden möchte. Informationen zu weiteren Verteilern finden sich auf der Seite Mailinglisten.

  17. Tritt D-A-CH bei Veranstaltungen in Wettbewerb zu Trainerinnen und Trainern der Region, in der die Veranstaltung durchgeführt wird?
    (Aus einer offiziellen Anfrage aufgrund des Regionaltages in Berlin vom 28.11.2008)
    1. D-A-CH wurde unter anderem deswegen als gemeinnütziger Verein gegründet, um lokale Gruppen in ihrer Arbeit zu unterstützen, indem die Gruppen die Infrastruktur des Vereins nutzen wie z. B. die Möglichkeit, dass Sponsoren für ihre Spenden an GFK-Projekte Spendenbescheinigungen erhalten.
    2. Eine weitere Aufgabe sieht der Verein darin, Mittel für lokale, nationale und internationale GFK-Projekte zu bekommen. In diese Kategorie fällt z. B. der Berliner GFK-Tag vom 28.11.2008. Der regionale Berliner GFK-Zirkel hat in Abstimmung mit dem Vorstand von D-A-CH eine Verteilung des Gewinns beschlossen und dabei 1/3 des Gewinns für D-A-CH vorgesehen.
    3. Da D-A-CH keine Einzelmitglieder hat, ist es nicht möglich, dass einzelne Trainer/-innen ihre Kurse billiger (als Trainer/-innen, die hier nicht mitmachen) anbieten, wenn sie Veranstaltungen unter dem Namen des Vereins durchführen.
    4. Im Namen des D-A-CH deutsch sprechender Gruppen für Gewaltfreie Kommunikation e. V. gibt es ausschließlich Veranstaltungen, die dem Charakter und Auftrag des Vereins entsprechen, das heißt satzungsgemäß sind.