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Fragen zum Verein
- Was ist D-A-CH e.V. und wie arbeitet der Verein?
D-A-CH e.V. ist ein eingetragener Verein und trägt den Namen D-A-CH
deutsch sprechender Gruppen für Gewaltfreie Kommunikation.
D-A-CH ist ausgerichtet auf die Vision und den Zweck des internationalen
Netzwerks der Gewaltfreien Kommunikation. Daher hat D-A-CH eine übereinstimmende
Vision mit dem Center for Nonviolent Communication (CNVC).
Der Verein ist angelehnt an die Soziokratische Kreisorganisationsmethode
strukturiert und arbeitet nach den folgenden zugrundeliegenden Prinzipien:
- Das Konsentprinzip.
- Organisation findet in Kreisen statt. Die Struktur der Organisation
besteht aus selbständigen Gruppen (Kreisen), die jeweils eigene
Ziele (Vision und Zweck) haben, die mit den Zielen des D-A-CH übereinstimmen.
Die Gruppen arbeiten auf lokaler und/oder thematischer Ebene.
- Das Prinzip der doppelten Verknüpfung, d. h., die Gruppen
sind untereinander durch Delegierte verbunden.
- Das Prinzip der soziokratischen Wahl von Personen.
- Wie ist die Struktur der Organisation aufgebaut?
Die Struktur der Organisation besteht aus selbständigen Gruppen
(Kreisen), die jeweils eigene Ziele (Vision und Zweck) haben, die mit
den Zielen von D-A-CH übereinstimmen. Die Gruppen arbeiten auf lokaler
und/oder thematischer Ebene.
Die Organisation von D-A-CH ist auf folgende Weise hierarchisch in doppelt
verknüpften Kreisen organisiert. Erklärt von oben nach unten:
- Der Vorstandskreis (bis zu 10 Personen, die für
1 Jahr gewählt werden)
- Der Kreis der Delegiertenversammlung (DV)
- Regionale Kreise und Themenkreise = Gruppen
- Lokale Kreise = lokale Gruppen
- Hilfskreise = Gruppen, die sich für ein bestimmtes Projekt
zusammenfinden
- Was macht der Vorstand?
Der Vorstand richtet Strukturen ein, die D-A-CH geschäftsfähig
machen, z. B. Eintragung beim Registergericht. Der Vorstand vertritt
den Verein nach außen. Bis zur ersten Delegiertenversammlung (Herbst
2008) beschränkten sich finanzielle Ausgaben auf solche Aufwendungen,
die für die Errichtung von Strukturen notwendig waren. Der Vorstand
wird jährlich von der Delegiertenversammlung nach Vorlage eines Jahresberichtes
entlastet.
Weitere Aufgaben des Vorstandes sind: Strukturen für den Informationsfluss
zu bilden, Ideen zu bündeln, Projekte anzuregen und in der Durchführung
zu unterstützen, die Gründung von lokalen und projektbezogenen Kreisen
zu unterstützen und die Umsetzung der Ziele voranzubringen. Dazu gehört
auch die Unterstützung bei der Einführung der soziokratischen Entscheidungsfindung.
Der Vorstand wählt Delegierte für internationale Gremien der Gewaltfreien
Kommunikation. Der Vorstand ist das oberste beschlussfassende Organ.
- Wer entscheidet was in D-A-CH?
Die Organisation besteht aus Kreisen, die sich selbst organisieren.
Deren Mitglieder sind durch ihren gemeinsamen Arbeitsbereich miteinander
verbunden. Jeder Kreis hat sein eigenes Ziel, die Autorität und die
Verantwortung, seine eigenen Aktivitäten auszuführen, zu messen und
zu leiten.
Das bedeutet konkret:
- Der Vorstandskreis entscheidet darüber, wen er in welchen Kreis
delegiert, um die Verbindung mit dem anderen Kreis zu gewährleisten.
- Der Vorstandskreis entscheidet, wie er die Aufgaben, die er gesetzlich
erfüllen muss und die Aufgaben, die ihm die Mitgliederversammlung
gibt und gegeben hat, ausführt.
- Die Delegiertenversammlung entscheidet über alles, was die Mitglieder
einbringen.
- Hilfskreise erhalten Rahmenbedingungen vom Vorstandskreis bzw.
von der Delegiertenversammlung, in deren Rahmen sie die gestellten
Aufgaben erfüllen.
Entscheidungen in der Delegiertenversammlung (DV)
Die Delegiertenversammlung setzt sich zusammen aus den Delegierten der
Mitgliedsorganisationen und wählt den Vorstand für zwei Jahre.
Die DV legt die Ziele des Vereins fest. Die DV überprüft die Umsetzung
der gemeinsamen Ziele und Projekte aus den unteren Kreisen, trifft sich
mindestens zweimal im Jahr (Niederkaufungen und München) und führt mindestens
zwei zusätzliche Telefonkonferenzen im Jahr durch.
Darüber hinaus gehende Aufgaben können von der Delegiertenversammlung
(DV) beschlossen werden. Anträge können von den Mitgliedern an die Delegierten
der Kreise gerichtet werden.
- Wann ist eine Versammlung beschlussfähig?
Es ist nicht nötig, dass alle Mitglieder anwesend sind, um eine
Versammlung abzuhalten. Bevor eine Entscheidung ausgeführt werden kann,
ist Konsent von den Anwesenden erforderlich. Jeder Kreis fasst einen
eigenen Grundsatzbeschluss bezüglich der beschlussfähigen Anzahl der
Mitglieder in der Versammlung.
- Kann nur ein Verein Mitglied werden?
Nein, Mitglied werden kann auch ein Kreis, eine lokale oder regionale
Gruppe von Menschen, die den Zielen und der Vision des Vereins zustimmt
und kein rechtlich eingetragener Verein ist. Eine einzelne Person kann
Fördermitglied werden und erhält Unterstützung beim Aufbau einer regionalen
Gruppe, wenn dies gewünscht wird.
- Wie werde ich Mitglied?
Die Mitgliedschaft wird erworben durch Beitrittserklärung, in
der Vision und Zweck der eigenen Gruppe genannt sind. Weitere Bestimmungen
sind in der Geschäftsordnung des Vorstands festgelegt.
Zum Herunterladen: Aufnahmeantrag
(PDF, 27 KB)
- Welche Vorteile hat eine Mitgliedschaft?
Eine Mitgliedschaft in D-A-CH dient der Vernetzung und Unterstützung
lokaler und regionaler Gruppen oder Einzelpersonen. Durch die Vereinsstruktur
in D-A-CH können die Mitglieder die Vorteile der Gemeinnützigkeit genießen,
ohne selbst einen Verein gründen zu müssen, z. B. können,
wenn eine lokal organisierte Gruppe eine Veranstaltung organisiert (wie
„Einführung der Gewaltfreien Kommunikation im Bildungswesen“), Buchhaltung,
Anträge, Werbung, Spendenquittungen, Akquise mit Unterstützung von D-A-CH
stattfinden.
D-A-CH e.V. bietet die Möglichkeit der stärkeren Vernetzung und somit
Synergieeffekte innerhalb der Gemeinschaft.
Durch die Mitgliedschaft in D-A-CH können Projekte verwirklicht werden,
die eine überregionale Präsenz erfordern (z. B. von der EU unterstützte
Projekte).
Die Mitgliedschaft in D-A-CH gewährleistet Informationsfluss in alle
Richtungen, Einzelstimmen werden kanalisiert und bekommen Gewicht. Entscheidungen
werden umgesetzt. Auf Entscheidungsgremien kann Einfluss genommen werden.
Eine überregionale Organisation bedeutet auch Präsenz bei anderen Verbänden
und Organisationen auf überregionaler, internationaler, weltweiter Ebene,
die nicht mit der Gewaltfreien Kommunikation in Verbindung stehen.
- Kann ich auch als Einzelperson Mitglied werden?
Zusätzlich zur ordentlichen/aktiven Mitgliedschaft von Gruppen/Kreisen
gibt es für Einzelpersonen die Möglichkeit der Fördermitgliedschaft
ohne Stimmrecht. Auch hier gilt als Voraussetzung der Einklang mit Vision
und Zweck des Vereins. Der Sinn von D-A-CH ist die Förderung lokaler
Gruppen, das heißt, eine Einzelperson wird auf Anfrage gerne unterstützt,
eine lokale oder thematische Gruppe zu gründen.
- Wie hoch ist der Mitgliedsbeitrag?
Jede Gruppe entscheidet selbst über die Höhe ihres Mitgliedsbeitrages.
Der Richtwert beträgt 12 Euro pro Gruppenmitglied pro Jahr. Fördermitglieder
zahlen einen selbst zu bestimmenden Förderbeitrag.
- Wofür wird der Mitgliedsbeitrag verwendet?
Der Mitgliedsbeitrag fließt in die Deckung laufender Kosten
für Netzauftritt, Büro und Ähnliches. Des weiteren gibt
es reichlich Ideen, wie die regionalen Kreise auch finanziell bei ihren
Zielen unterstützt werden können.
- Wie trete ich wieder aus?
Die Beendigung der Mitgliedschaft durch Austritt ist jederzeit
möglich und hat sofortige Wirkung. Ein einfacher schriftlicher Bescheid
(per E-Mail ans Büro) genügt.
Da wir gerne lernen und unsere Organisation immer weiter entwickeln
möchten, würden wir uns über eine entsprechende Rückmeldung oder
eine Begründung für den Austritt freuen.
- Was bedeutet Soziokratie?
Soziokratie oder die soziokratische Kreisorganisationsmethode
ist eine Methode der Entscheidungsfindung, die eine dynamische Organisation
und eine dynamische Führung schafft. Organisation und Führung/Leitung
basieren auf dem Prinzip von Gleichwertigkeit und Erkenntnissen über
das Steuern dynamischer Prozesse. Sie finden praktische Anwendung im
Konsentprinzip. Durch die Gewährleistung der Gleichwertigkeit aller
Individuen fördert die Soziokratie eine effektive Führung/Leitung und
fördert deren Akzeptanz unter den Mitgliedern. Gleichzeitig hilft
sie uns, die zwischenmenschlichen Beziehungen intakt zu halten.
- Warum arbeitet D-A-CH nach dem soziokratischen Modell?
Soziokratie ist ein Führungs- und Organisationsmodell, das uns
hilft, unsere individuelle Lebensqualität, die Qualität unserer Arbeitswelt,
unserer Lebensgemeinschaften und der Gesellschaft zu verbessern. Derzeit
erscheint uns dieses Modell als der beste Weg, eine lebendige Organisation
im Einklang mit dem Modell der Gewaltfreien Kommunikation zu gestalten.
Wir sehen die Soziokratie als eine Ergänzung zu dieser Methode an, um
gesellschaftliche Strukturen zu bilden. Wir möchten in allen Sitzungen
und Zusammenkünften innerhalb der Soziokratie die Gewaltfreie Kommunikation
anwenden.
- Wie ist D-A-CH weltweit vernetzt?
Der Vorstand wählt eine Repräsentantin oder einen Represäntanten
für den EAC (Europe Africa Circle). Den Anfang im Jahr 2008 hat
Irmtraud Kauschat gemacht, indem sie als Delegierte des EAC in den GCC
(Global Community Circle) gewählt wurde. So bestand eine Verbindung
von D-A-CH über den EAC in den GCC und zum CNVC.
Für das Jahr 2009 trat Nadine Helm als Delegierte für D-A-CH im EAC
an.
Zur Vorgeschichte: Der Vorstand hatte im März 2008 (als
der damalige Delegierte aus Zeitgründen aufgehört hatte) beschlossen,
keinen Vertreter direkt in den GCC zu schicken, weil die Vorstandsmitglieder
eine Verbindung in Europa damals für wichtiger hielten.
Zum Herunterladen: Struktur
der weltweiten Organisation (EAC) (PDF, 180 KB)
Netzauftritt: EAC
bei Google Groups
Der EAC hat ein Mediationsteam benannt, das anbietet, in internen Konflikten
oder in Konflikten mit GfK-Trainerinnern oder -Trainern zu mediieren.
Die Mitglieder und ihre E-Mail-Adressen sind: Bjarte ,
Gitte
und Irmtraud .
- Hat D-A-CH e. V. einen Alleinvertretungsanspruch?
Der Verein vertritt seine Mitgliedsgruppen und deren Mitglieder.
Gleichzeitig fühlen wir uns über das gemeinsame Bemühen, die Gewaltfreie
Kommunikation unter die Menschen zu bringen, anderen Gruppen und Organisationen
der Gewaltfreien Kommunikation verbunden.
Das heißt, wir setzen uns für einen Verband ein, der die Interessen
aller deutschsprachigen Engagierten vertreten kann, so dass sich nicht
jede einzelne lokale Gruppierung oder jedes einzelne Netzwerk alleine
mit denselben Themen auseinandersetzen muss (Projektgelder des CNVC
oder der EU beantragen, Initiierung der Meinungsbildung, Presse- und
PR-Aufgaben zur Verbreitung der Gewaltfreien Kommunikation). Darüber
hinaus wollen wir eine Plattform bieten für Erfahrungsaustausch und
Informationsleistungen (Rundschreiben, Netzauftritt etc.), wollen Anlaufstelle
sein für Beratung und Fortbildung unserer Mitglieder und übernehmen
Organisationsaufgaben (Tagungen, Mitgliederversammlungen usw.) und Koordinationsleistungen
(Ethik, Mediation etc.).
Unsere Ziele dabei sind, Synergien zu schaffen und mehr Gewicht für
unser aller Projekte und Anliegen auf internationaler Ebene durch das
Zusammenlaufen der Interessen der Mitgliedsgruppen in einem Verband
sowie Informationsfluss zu gewährleisten.
Es ist uns dabei bewusst, dass unser Handeln als übergeordnete Organisation
auch die Interessen von Gruppen berühren kann, die nicht Mitglied von
D-A-CH sind.
Aus unserer Verbundenheit heraus wollen wir für größtmögliche Transparenz
dessen sorgen, was unsere Organisation tut und entscheidet. Wir binden
deshalb alle in den Informationsfluss ein, die deshalb eingebunden werden
wollen (auch Nichtmitglieder), weil sie die gleichen Ziele verfolgen
und die Unterstützung als hilfreich empfinden. Um diese Einbindung und
Mitwirkung aller Interessierten möglich zu machen, verschicken wir alle
Informationen, Protokolle, Anfragen des CNVC, GCC u.ä. an verschiedenen
Mailinglisten.
Wir freuen uns über jeden, der in unseren Verteiler
aufgenommen werden möchte. Informationen zu weiteren Verteilern finden
sich auf der Seite Mailinglisten.
- Tritt D-A-CH bei Veranstaltungen in Wettbewerb zu Trainerinnen und
Trainern der Region, in der die Veranstaltung durchgeführt wird?
(Aus einer offiziellen Anfrage aufgrund des Regionaltages in
Berlin vom 28.11.2008)
- D-A-CH wurde unter anderem deswegen als gemeinnütziger Verein
gegründet, um lokale Gruppen in ihrer Arbeit zu unterstützen,
indem die Gruppen die Infrastruktur des Vereins nutzen wie z. B.
die Möglichkeit, dass Sponsoren für ihre Spenden an GFK-Projekte
Spendenbescheinigungen erhalten.
- Eine weitere Aufgabe sieht der Verein darin, Mittel für lokale,
nationale und internationale GFK-Projekte zu bekommen. In diese
Kategorie fällt z. B. der Berliner GFK-Tag vom 28.11.2008.
Der regionale Berliner GFK-Zirkel hat in Abstimmung mit dem Vorstand
von D-A-CH eine Verteilung des Gewinns beschlossen und dabei 1/3
des Gewinns für D-A-CH vorgesehen.
- Da D-A-CH keine Einzelmitglieder hat, ist es nicht möglich,
dass einzelne Trainer/-innen ihre Kurse billiger (als Trainer/-innen,
die hier nicht mitmachen) anbieten, wenn sie Veranstaltungen unter
dem Namen des Vereins durchführen.
- Im Namen des D-A-CH deutsch sprechender Gruppen für Gewaltfreie
Kommunikation e. V. gibt es ausschließlich Veranstaltungen,
die dem Charakter und Auftrag des Vereins entsprechen, das heißt
satzungsgemäß sind.
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