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Gewaltfreie Kommunikation und Mediation in Kenia
Träger/-innen
Netzwerk Gewaltfreie Kommunikation Darmstadt-Südhessen
Badilisha Ecovilage Foundation
Better Chance Africa
Kontakt
Dr. med. Irmtraud Kauschat, Zimmerstr.10, 64283 Darmstadt
Christiane Welk, Ludwigstr.12, 64665 Alsbach
Verantwortliche
Dr. med. Irmtraud Kauschat, Jan van Koert, Christiane Welk, Heike Laschinski,
Ken Kamau, Catherine Mukami, Solomon Owiti, Meshack Wachianga, Samuel Otieno
Ogala
Ziele
In diesem Projekt geht es um die Verbreitung und Anwendung der Gewaltfreien
Kommunikation sowie um Konfliktvorbeugung und -bewältigung in Kenia.
Ziel dabei ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Lage versetzt
werden, selbst Konfliktprävention und -bewältigung zu leisten
und dass sie im 2. und 3. Jahr des Projektes Mediation und Versöhnungsarbeit
im privaten und öffentlichen Raum leisten können.
Dabei ist uns Nachhaltigkeit ein wichtiger Aspekt, die wir durch ein kontinuierliches,
aufeinander aufbauendes und auf die individuelle innere Arbeit jedes Einzelnen
zielendes Angebot von Trainings erreichen wollen.
Gleichzeitig ist uns der Aspekt der gesellschaftlichen Veränderung
(social change) wichtig. Das wollen wir erreichen, indem wir die
Erfahrungen der Menschen aus den gewalttätigen Auseinandersetzungen
zwischen Angehörigen verschiedener Stämme, jeweils um die nationalen
Wahlen herum, in den Vertiefungstrainings aufgreifen und mit den Teilnehmer(inne)n
Strategien erarbeiten, mit denen sie zur Überwindung dieser Konflikte
beitragen können (z. B. gemeinsame Gottesdienste von unterschiedlichen
Glaubensrichtungen, gemeinsame Konzerte von Kirchenchören, Einladung
von Jugendlichen aus anderen Regionen in Kenia zu Familien vor Ort, um
sich gegenseitig kennenzulernen)
Wir arbeiten auf 2 Ebenen:
- lokal auf Rusinga Island und Mfangano
- überregional mit Vertretern von Kirchengemeinden, NGOs und anderen
Multiplikatoren aus unterschiedlichen Teilen Kenias
Dabei streben wir eine Vernetzung aller Teilnehmer/-innen in Kenia an, damit
diese sich gegenseitig unterstützen können. Wir werden als Ansprechpartner/-innen
für Fragen etc. und Verbindung zur internationalen Gemeinschaft der
Gewaltfreien Kommunikation zur Verfügung stehen.
Zielgruppen
Zielgruppen sind einerseits die Bewohner der Inseln Rusinga Island und
Mfangano, einschließlich des Gebietes von Mbita bis Homa Bay, ca.
20.000 Menschen, andererseits Menschen, die in den Krisengebieten besonders
des Rift Valley (Nakuru und Eldoret) leben sowie Menschen in Nairobi und
Umgebung.
Vorgehen
Auf Rusinga Island waren wir in verschiedenen Orten tätig. Dort
haben sich nach den Einführungsveranstaltungen (2007 bis 2008) eigene
Übungsgruppen gebildet, die von den NVC-Beauftragten
der Badilisha Ecovillage Foundation, zu der wir intensiven Kontakt
pflegen, unterstützt und durch eigene Trainings weitergebildet werden.
2009 haben wir Vertiefungstrainings angeboten, die von ca 50-60 TN besucht
wurden, außerdem auch Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation
an zwei neuen Orten der Insel.
Wir haben Jan van Koert auch zu einem Training nach Mfangano begleitet
und dort Kontakte geknüpft.
2009 haben wir außerdem ein 60-stündiges einwöchiges Residential-Training
mit Vertretern verschiedener Regionen und Organisationen in Mbita durchgeführt.
Es waren Teilnehmer aus Nakuru, Eldoret, Nairobi und Umgebung sowie aus
verschiedenen Orten von Mfangano und Rusinga Island bis Mbita und Homa
Bay dabei. Daraus entsteht gerade ein Netzwerk von Praktizierenden, das
von unserer Seite auch durch eine Yahoogruppe (Mailaustausch) unterstützt
wird.
Zeitplan
In 2007 waren Irmtraud Kauschat und Jan-Christoph Pelz eine Woche im
September vor Ort, Jan van Koert war im August und Dezember dort.
2008 waren Irmtraud Kauschat, Christiane Welk, Heike Laschinski und Isabell
Dierkes und Andreas Grieshaber im Juli (Rusinga) und August (Nairobi)
in Kenia, Jan van Koert war im Dezember dort.
2009 waren Irmtraud Kauschat und Christiane Welk vom 14.07. bis 07.08.
in Nakuru, Rusinga, Mfangano und Nairobi. Jan van Koert war im April und
im Juli in Rusinga und Mbita.
2010 beabsichtigen wir je nach Spendensituation, im Frühjahr bzw.
während der hessischen Sommerferien vor Ort zu sein.
Für 2011 planen wir ein IIT
zusammen mit Jan van Koert.
Zusammenarbeit mit anderen Organisationen
Auf internationaler Ebene arbeiten wir mit Jan van Koert (NL) zusammen.
Des weiteren haben wir Kontakte zu Organisationen in Kenia:
- Better Chance Africa
- Dr. Martin Luther King Junior Africa Foundation
- Nonviolent Peace Force — Chemchemi Ya Ukweli
- Badilisha Ecovillage Foundation
Finanzierung
Finanziert werden unsere Aktivitäten durch Spenden und überwiegend
durch ehrenamtliche Arbeit.
Wir schreiben Anträge an Spenderorganisationen (Stiftungen) und versuchen
öffentliche Gelder zu bekommen.
In diesem Jahr (2009) erhielten wir Spenden von Privatpersonen, dafür
sind wir sehr dankbar. Außerdem bekamen wir 5.000 EUR aus der Auflösung
des Berliner Netzwerkes Gewaltfreie Kommunikation. Damit wurde das Residential-Training
finanziert.
Leider wurde unser Antrag bei ZIVIK
nicht bewilligt.
Wir sind weiter auf der Suche nach Geldgebern.
Öffentlichkeitsarbeit/Dokumentation
Formen der Öffentlichkeitsarbeit:
Berichte über das Projekt in den Foren der Gewaltfreien Kommunikation
im Internet
Zeitungsartikel
Erstellen eines Filmes, in dem die Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation
sowie Mediation und Versöhnungsarbeit gezeigt werden
Formen der Dokumentation:
Fotos und Filmaufnahmen
Berichte
Qualitätssicherung
Wie soll Nachhaltigkeit erreicht werden?
Durch die weitestgehende Vernetzung der kenianischen Teilnehmer untereinander,
durch die Teilnahme an Übungsgruppen, durch wiederholte und intensive
Trainings, durch unsere regelmäßige Anwesenheit für einen festgelegten
Zeitraum.
Wie wird die Qualität des Projektes überprüft und gesichert?
Mit den Teilnehmer(inne)n des Residential-Trainings führen
wir eine Untersuchung zu den Auswirkungen der Gewaltfreien Kommunikation
durch. Sie wurde erstellt von einem Kenianer, der eine Ausblidung in Medical
Research hat.
Die Teilnehmer/-innen füllen Fragebogen aus (Befragung zu Beginn
des Trainings, nach ca. 3, 6, 12 Monaten). Außerdem werden Interviews
durchgeführt (während des Trainings und auch zu einem späteren
Zeitpunkt) sowohl bei den Teilnhmer(inne)n als auch mit den Partner(-inne)n,
mit den Schulleitern und ggf. mit den Area Chiefs (auf Rusinga),
um zu erfahren, ob sich die Gewaltinzidenz verändert hat.
Was haben wir daraus für weitere Projekte gelernt?
- Wichtig, über 3-5 Jahre Trainings anzubieten
- Gegenseitige Unterstützung der Menschen vor Ort in Übungsgruppen
- Fundraising-Anträge mit Experten abzustimmen, oder sich Unterstützung
durch Fundraising-Experten zu holen
- Damit zu rechnen, dass nicht jeder Antrag bewilligt wird
- Kontakt zu halten mit Teilnehmern
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